In der Ausgabe vom 10. Februar 2009 interviewt der Redaktionsleiter der Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Ludger Baten, den Geschäftsführer der Kreiswerke, Stefan Stelten.

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Die Kreiswerke, ein Unternehmen des Rhein-Kreises, beliefert 200.000 Kunden mit Trinkwasser. Seit fast einem Jahr ist Stefan Stelten (50) Kreiswerke-Chef.

Herr Stelten, die Kreiswerke zahlen 6,4 Millionen Euro Konzessionsabgabe und behalten Ihre Kunden im Neusser Süden. Die Laufzeit endet 2026. Was passiert dann?

Stefan Stelten Die Kreiswerke versorgen ihre Kunden zuverlässig zu günstigen Preisen mit Qualitätswasser. Da ich überzeugt bin, dass sich Leistung auszahlt, halte ich diese Argumente für die beste Voraussetzung unsere Kunden - auch im Neusser Süden - über 2026 hinaus mit Trinkwasser zu beliefern.

Sind kommunale Kreis- oder Stadtwerke noch zeitgemäß?

Stelten Die Wasserversorgung ist ein natürliches Monopol. Großinvestitionen schirmen den Wettbewerb ab. Wer den Wassermarkt privatisiert, der öffnet Monopolgewinnen Tür und Tor. Die Zeche zahlt letztlich der Verbraucher. Der Energiebereich belegt, wohin der Privatisierungshase läuft.

Den Kreiswerken wird gute Wasserqualität bescheinigt. Was tun Sie, um diesen Standard zu sichern?

Stelten Wir geben jährlich fünf bis sechs Millionen Euro aus, um unsere Technik auf den neuesten Stand zu halten. Das gilt für beide wichtigen Bereiche, das gilt für Förderung und Verteilung. Und wenn erforderlich, wie jüngst bei der Frage der Enthärtung, dann investieren wir noch einmal zusätzlich. Wasserqualität ist ein hohes Gut.

Wasser ist weltweit knapp und teuer. Was empfehlen Sie? Den Wasserverbrauch zu reduzieren oder können wir mit Wasser großzügig umgehen?

Stelten Planscht im Übermaß! Die öffentliche Wasserversorgung in Deutschland nutzt nur knapp drei Prozent der verfügbaren Wasserressourcen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Wer spart, der treibt den Preis in die Höhe.

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