Über einen Vortrag des langjährigen Qualitätsmeisters im Wasserwerk Dormagen, Josef Mäurer, bei der VHS Dormagen schreibt Margareta Pluta in der NGZ vom 12. März 2010:

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Dormagen. Je härter, desto gesünder. Das ist wohl einer der wichtigsten Merksätze, die Josef Mäurer seinen Zuhörern beim VHS-Vortrag „Trinkwasser- eine Alternative zum Mineralwasser?“ mitgab. Was das bedeutet? „Calcium und Magnesium sind die Härtebilder im Wasser. Calcium ist wichtig für Knochenbau und Zähne, Magnesium ist ein wichtiges Mineral für die Muskeln, es beugt Krämpfen vor und wirkt auch gegen Allergien. Je mehr Calcium und Magnesium im Wasser sind, desto besser ist es also für die Gesundheit“, sagte der pensionierte Qualitätsmeister des Wasserwerks Dormagen.

Seinen Zuhörern riet er deshalb, immer auf das Etikett ihres Mineralwassers zu achten. „Das ist insbesondere bei Menschen mit Allergien, Bluthochdruck und Nierenerkrankungen richtig“, betonte der 63 Jahre alte Dormagener und machte es an einem Beispiel deutlich: „Angenommen, der Arzt verordnet seinem Patienten salzarm zu essen. Dann sollte man darauf achten, dass man ein Mineralwasser nimmt, das wenig Natrium und wenig Chlorid enthält. Die an die VHS-Besucher verteilte Liste mit den gängigen Mineralwassersorten verrät, dass in solchen Fällen Marken vieler bekannter Anbieter besser vermieden werden sollten. All diese Wassersorten liegen über dem Trinkwassergrenzwert von 200 Milligramm Natrium pro Liter. „Das ist nicht schädlich. Nur ist es für bestimmte Patienten wichtig, diese Angaben zu kennen", sagte Mäurer. Wer sich bei Mineralwasser unsicher ist, könne laut dem ehemaligen Wasserwerk-Mitarbeiter ohne Bedenken Leitungswasser trinken. „Es ist das am meisten und am strengsten kontrollierte Lebensmittel“, erklärte er. Entsprechend sei die Qualität des Wassers in Deutschland so gut, dass es für Säuglinge genauso gut geeignet sei wie auch für Senioren, für Gesunde wie für Kranke. „Es wird sogar strenger kontrolliert und hat größere Auflagen zu erfüllen als Mineral- und Tafelwasser“, weiß Mäurer. Übrigens:Der Unterschied zwischen Leitungswasser und Mineralwasser liegt darin, dass Mineralwasser aus einer Quelle komme, während Leitungswasser Grundwasser ist, dass aus mehreren Brunnen gefördert wird. Tafelwasser hingegen ist kein natürliches Mineralwasser, es darf verschiedene Wasserarten enthalten.

Für Josef Mäurer geht aber nichts über Leitungswasser. Warum er es so gut findet, belegte er mit Zahlen: So hat das in Dormagen und im Mühlenbusch geförderte Trinkwasser einen Calciumgehalt von 52,1 beziehungsweise 63 Milligramm pro Liter. Der Magnesiumgehalt liegt bei 16,8 (17) Milligramm proLiter. Damit stehe das Leitungswasser besser dar, als manche bekannte und mit hohem Aufwand beworbene Wassersorte.

 

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