NGZ-Redakteur Carsten Sommerfeld berichtet über den Neubau des Wasserwerks Fürth, das auch Wasser für Kunden der Kreiswerke Grevenbroich liefert:

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Fürth. Neun Meter ragen schlanke Säulen in die Höhe. Das runde Gebäude mutet drinnen wie eine Kirche im Rohbau an, allerdings ohne Fenster. "Dieser Blick wird künftig nur selten, bei Wartungsarbeiten, möglich sein", sagt Peter Schmitz, bei RWE Power für den Betrieb der Wasserwerke zuständig, an der kleinen Edelstahltür. Dahinter werden in Zukunft gewaltige Wassermengen gespeichert.

Der Konzern errichtet im Wasserwerk Fürth zurzeit zwei Trinkwasserwasserspeicher mit jeweils 23 Metern Durchmesser. Gemeinsam können die beiden aus der Luft wie eine Brille oder wie Elefantenohren aussehenden Betonbehälter 6000 Kubikmeter aufnehmen. Von dort aus werden 100.000 Menschen mit Wasser versorgt. Seit mehreren Jahren wird bereits auf dem Galgenberg gearbeitet. "Wenn die neuen Speicher fertig sind, dann haben wir alle Teile des Wasserwerks erneuert,"  sagt Martin Pöss, Leiter Wasserverrsorgung und Gewässer bei RWE. Insgesamt investiert der Konzern zwölf Millionen Euro, allein sieben Millionen davon in eine Filteranlage. Schon seit einiger Zeit wird das Werk vollautomatisch von Paffendorf aus ferngesteuert.

Das alte Wasserreservoir sollte zunächst saniert werden. "Doch das wäre genauso teuer gewesen wie ein Neubau", so Pöss. Im Rohbau sind die beiden Speicher aus besonders glattwandigem Beton fertig. Neben den Wasserbehältern entsteht zurzeit das Pumpenhaus, die großen Sockel für die zehn Pumpen und weitere Wasserfilter stehen bereits. Auch erste Rohrlei  tungen werden verlegt, die elektrischen Anlagen folgen noch. Eines der Bauunternehmen ist die Grevenbroicher Firma Pick. "Bei gleichwertigen Angeboten beauftragen wir Firmen aus der Region", sagt Martin Pöss.

Die beiden Speicher sind nötig, um dem schwankenden Wasserbedarf der Grevenbroicher und Jüchener gerecht zu werden. "In normalen Zeiten liefern wir 800 Kubikmeter in der Stunde, in Spitzenzeiten im Sommer 1.800 Kubikmeter", so Pöss. "Bei der Fußballweltmeisterschaft werden wir wieder sofort merken, dass Halbzeit ist. Wenn die Zuschauer auf Toilette gehen, schnellt der Verbrauch in die Höhe, schalten sich hier gleich zusätzliche Pumpen ein", erklärt Peter Schmitz. Für rund 40.000 Wannenbäder reicht das neue Wasserreservoir. Ein Sprung ins Nass ist dort aber verboten. "Trinkwasser ist ein Le  bensmittel, bedarf besonderer Sorgfalt und wird regelmäßig im Labor konrolliert", betont Pöss.

Ende dieses Monats werden die großen Becken das erste Mal gefüllt zur Dichtigkeitsprobe. "Im Frühjahr 2011 wollen wir die neuen Speicher und Pumpen in Betrieb nehmen", so Pöss. Und er versichert: "Die Bürger werden von der Umstellung nichts merken."

 

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