Die aktuelle Situation der Wasserversorgung im Hinblick auf den trockenen und heißen Juli 2018 läßt sich am besten verdeutlichen, wenn die Wasserabgabe (Kreiswerke gesamt) mit einem anderen Extremsommer, den Vorjahren und einem Jahresmittelwert verglichen wird.

Das Jahr 2003 hatte den bisher heißesten Sommer mit den größten Wasserabgaben der vergangenen 20 Jahre. In 2003 lag der Maximalwert bei 48.014m³/d. Dagegen liegen die höchsten Tagesabgaben in 2016 bei 38.597 m³/d und in dem wärmeren Jahr 2017 bei 46.505 m³/d. Die mittlere Tagesmenge in 2017 betrug 31.465m³/d.

In 2018 lag die höchste Tagesabgabe bei bisher 59.342m³/d. Das Jahr 2018 läßt sich allerdings nicht mit dem Jahr 2003 unmittelbar vergleichen, da die Kreiswerke seit 2018 zusätzlich den Dormagener Süden (Versorgungsgebiet der evd) beliefern. Rechnet man die Liefermenge an die evd heraus, beträgt die maximale Abgabe nur 52.317 m³/d und liegt allerdings immer noch um 9% über dem Maximalwert von 2003. Im Folgenden ist zusammengestellt, wie sich die Tagesmengen am Tag der größten Abnahme am 25.07.2018 zusammensetzt:

    • WW Mühlenbusch: 23.507 m³
    • WW Büttgen-Driesch: 21.480 m³
    • WW Wickrath: 3.985 m³
    • Fremdbezug: 10.370 m³

Noch ist der Juli 2018 nicht zu Ende. Es zeigt sich jedoch schon jetzt, dass auch die Monatsmenge mit über 1,5 Mio m³/Monat einen neuen Extremwert darstellen wird.

Extrem gestalten sich auch die Spitzenabgaben, die die Wasserwerke bereitstellen mußten. Die höchsten Abgaben am Tag sind in den Abendstunden zwischen 19:00 und 23:00, wenn viele Kunden durch intensives Gießen den heimischen Garten vor dem völligen Vertrocknen retten wollen.

    • WW Mühlenbusch: 24.300 m³/d und 2.222 m³/h, höchste Abgabe am 24.07.2018 um 20:30 Uhr. Davon 743 m³/h an den Dormagener Süden
    • WW Driesch: 18.870 m³/d und 1.680 m³/h, höchste Abgabe am 24.07.2018 um 20:33 Uhr
    • WW Wickrath, 3985m³/d und 363 m³/h, höchste Abgabe am 25.07.18 um 19:35

Die Wasserwerke der Kreiswerke verfügen über Reserven in ihren Aufbereitungskapazitäten, so dass kritische Versorgungssituationen hinsichtlich der Wassermengen nicht erreicht werden. Wir beobachten auch, dass die Grundwasserstände gefallen sind. Eine Einschränkung der Wasserversorgung ist allerdings dadurch weder kurz- noch langfristig zu befürchten, da sich die Grundwasservorräte im kommenden Herbst bis Frühjahr wieder auffüllen werden.

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