Abwasser: Das ist 2017 das Thema des Weltwassertages, der seit der Umweltkonferenz in Rio de Janeiro 1992 jedes Jahr am 22. März begangen wird.

Im Herbst 2015 hatte die Generalversammlung der Vereinten Nationen (VN) eine Agenda 2020 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Dabei geht es in Punkt 6 auch um das Ziel, die „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitätsversorgung für alle“ zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund haben sich die Vereinten Nationen in diesem Jahr für das Thema „Abwasser“ entschieden.

Die Vereinten Nationen wollen damit bewusst machen, dass Abwasser nicht einfach „entsorgt“, sondern als Ressource wahrgenommen und genutzt werden sollte. Neben der Nutzung des aufbereiteten Abwassers als Ersatz für Frischwasser, etwa bei der landwirtschaftlichen Bewässerung oder in industriellen Prozessen, gewinnt auch die Rückgewinnung und Wiederverwendung von Inhaltsstoffen des Abwassers (zum Beispiel  Nährstoffe zur Herstellung von Dünger) sowie seines Energiegehalts an Bedeutung.

Ziel des Weltwassertags ist es, insbesondere die breite Öffentlichkeit auf diese globalen Zielsetzungen und ihre lokale Bedeutung hinzuweisen. Alle Staaten sind aufgefordert, den Weltwassertag der Umsetzung der VN-Empfehlung zu widmen und geeignete, konkrete Aktionen auf nationaler Ebene umzusetzen.

Denn Wasser ist Grundlage allen Lebens. Bäche, Flüsse, Seen, Feuchtgebiete und Meere sind Lebensraum einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren und wichtige Bestandteile des Naturhaushaltes. Die Kreiswerke Grevenbroich gewinnen Trinkwasser ausschließlich aus  Grundwasser, das ein Trinkwasserspender und Lebensraum zugleich ist. Wir alle nutzen Wasser für unsere Ernährung, die tägliche Hygiene und für unsere Freizeitaktivität. Außerdem ist Wasser als Energiequelle, Transportmedium und Rohstoff ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Ein effektiver Schutz und der schonende Umgang mit der Ressource Wasser sind Voraussetzung für biologische Vielfalt und eine nachhaltige Nutzung. Für die Kreiswerke Grevenbroich ist es daher wichtig, eine ausreichende Grundwasserneubildung in hoher Qualität sicherzustellen. Dies gelingt uns gemeinsam mit den im Bereich unserer Wasserwerke ansässigen Landwirten und Gartenbaubetrieben. Gemeinsam mit ihnen und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sorgen wir für den optimalen Schutz des Grundwassers.

Diese Arbeit zum Schutz unseres Trinkwasser können alle Einwohner des Rhein-Kreises Neuss unterstützen. Wer im Haus- oder Gartenbereich Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetzt, sollte besonders den sachgerechten Einsatz berücksichtigen und unbedingt die Packungsbeilage beachten. Der nicht sachgerechte Einsatz stellt ein großes Problem für den Gewässerschutz dar. In vielen Privathaushalten ist unbekannt, dass es verboten ist, befestigte Flächen, wie zum Beispiel Garagenauffahrten oder Terrassen mit Pflanzenschutzmitteln (Unkrautvernichtungsmitteln) zu behandeln. Potentielle Risiken liegen auch bei der Befüllung und Säuberung der Rückenspritzen, der ordnungsgemäßen Dosierung sowie im Umgang mit Restmengen. Restmengen dürfen niemals direkt in die Kanalisation eingebracht oder etwa in der Toilette entsorgt werden. Achten Sie also mit darauf, dass unser Grundwasser frei von Schadstoffen bleibt und vermeiden Sie Geldbußen, die bei unsachgemäßer Handhabung von Unkrautvernichtungsmitteln verhängt werden können. 

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