Bade- und Benutzungsordnung

Strandbad „Kleiner Kaarster See“

§ 1 Zweck der Bade- und Benutzungsordnung

1. Die Bade- und Benutzungsordnung dient der Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit im gesamten Bereich des Strandbades „Kaarster See“ einschließlich des Einganges und der Außenanlagen.

§ 2 Verbindlichkeit der Bade- und Benutzungsordnung

1. Die Bade- und Benutzungsordnung ist für alle Nutzer verbindlich. Mit dem Betreten des Strandbades erkennt jeder Nutzer diese sowie alle sonstigen zur Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit erlassenen Anordnungen an.

2. Das Baden ist nur innerhalb des Kleinen Kaarster See gestattet. Ein Teilbereich ist nicht zum Baden freigegeben. Eine entsprechende Bojenkennzeichnung ist vorhanden und zu beachten. Am Großen Kaarster See ist aus Sicherheitsgründen das Baden generell verboten.

3. Die Kennzeichnung des Badebetriebes erfolgt gemäß den internationalen Empfehlungen der “International Life Saving Foundation“ (ILS) mit roten und gelben Flaggen.

rot-gelbe = Wasserrettung im Dienst

rote Flagge = Baden und Schwimmen verboten

Die Wachzeiten der DLRG werden zusätzlich mit der DLRG Flagge gekennzeichnet.

4. Die gekennzeichneten und ausgewiesenen Bereiche des Betriebes werden aus Gründen der Sicherheit videoüberwacht. Die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes, insbesondere der §§ 4 d Abs. 6 und 6 b, werden eingehalten. Gespeicherte Daten werden unverzüglich gelöscht, wenn sie nicht mehr erforderlich sind oder schutzwürdige Interessen der Betroffenen einer weiteren Speicherung entgegenstehen.

5. Das Badpersonal oder weitere Beauftragte des Strandbades üben das Hausrecht aus. Anweisungen des Badpersonals oder weiterer Beauftragte ist Folge zu leisten. Nutzer, die gegen die Bade- und Benutzungsordnung verstoßen oder den Anweisungen des Badpersonals nicht nachkommen, können vorübergehend oder dauernd vom Besuch des Strandbades ausgeschlossen werden. Darüber hinaus kann ein Hausverbot durch die Geschäfts-/Betriebsleitung oder deren Beauftragte ausgesprochen werden. Ein Anspruch auf Erstattung des Eintrittsgeldes besteht nicht.

6. Politische Handlungen, Veranstaltungen, Demonstrationen, die Verbreitung von Druckschriften, das Anbringen von Plakaten oder Anschlägen, Sammlungen von Unterschriftenlisten sowie die Nutzung des Strandbades zu gewerblichen oder sonstigen nicht badüblichen Zwecken sind nur nach Genehmigung durch den Betreiber erlaubt.

§ 3 Öffnungszeiten

1. Die Öffnungszeiten werden durch Aushang bekanntgegeben. Die Badezone ist 15 Minuten vor dem Ende der Öffnungszeit zu verlassen.

2. Aus witterungsbedingten Gründen oder aus Anlass anderer wichtiger Ereignisse kann der Betreiber abweichende Badeöffnungs- bzw. Badeschlusszeiten anordnen.

§ 4 Eintrittspreise

1. Die gültige Preisliste wird durch Aushang bekanntgegeben.

2. Die an der Kasse erhaltene Eintrittskarte oder Zutrittsberechtigung gilt nur am Tag der Ausgabe und berechtigt nur zum einmaligen Betreten des Strandbades. Die ausgegebene Eintrittskarte bzw. Zutrittsberechtigung ist bis zum Verlassen des Strandbades aufzubewahren.

3. Bei Einschränkung der Nutzung einzelner Angebote oder einzelner Betriebsteile oder bei Schließung des Strandbades im laufenden Betrieb besteht kein Anspruch auf Minderung oder Erstattung.

4. Erworbene Eintrittskarten oder andere Zutrittsberechtigungen werden nicht erstattet. Für verlorene oder beschädigte Eintrittskarten bzw. Zutrittsberechtigungen wird kein Ersatz geleistet.

5. Besucher, denen zu vergünstigten Preisen Eintritt gewährt wird, haben auf Verlangen die Berechtigung hierfür nachzuweisen.

6. Die Eintrittskarten sind dem Badpersonal oder weitere Beauftragte des Strandbades auf Verlangen vorzuzeigen. Wer ohne gültige Eintrittskarte angetroffen wird, muss ein erhöhtes Entgelt von 40,- € zahlen.

7. Wechselgeld ist sofort zu kontrollieren; spätere Reklamationen werden nicht anerkannt.

§ 5 Zutritt

1. Der Besuch des Strandbades steht grundsätzlich jeder Person frei; für bestimmte Fälle können Einschränkungen geregelt werden.

2. Jeder Nutzer muss im Besitz einer gültigen Eintrittskarte oder Zutrittsberechtigung sein. Mit Betreten des Strandbades ist eine Weitergabe der Eintrittskarte oder Zutrittsberechtigung nicht zulässig.

3. Für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr sowie für Personen mit Neigung zu Krampf- und Ohnmachtsanfällen, Blinde, Epileptiker sowie geistig Behinderten ist der Zutritt und Aufenthalt nur mit einer verantwortlichen und aufsichtsfähigen Begleitperson gestattet. Dies gilt auch für Personen die sich ohne fremde Hilfe nicht sicher fortbewegen können.

4. Für Personen,

  • die unter Einfluss berauschender Mittel stehen, bzw. berauschende Mittel, alkoholische Getränke, Wasserpfeifen (Shisha) mit sich führen,
  • die unter dem Einfluss von Medikamenten stehen, die das Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen beeinträchtigen,
  • für die das Benutzen der Einrichtungen aus medizinischen Gründen eine Gefahr bedeutet,
  • die Tiere oder Grillgeräte mit sich führen,
  • die an einer meldepflichtigen übertragbaren Krankheit oder offenen Wunden leiden

ist der Zutritt nicht gestattet.

§ 6 Verhaltensregeln

1. Die Nutzer haben alles zu unterlassen, was den guten Sitten sowie dem Aufrechterhalten der Sicherheit, Ruhe und Ordnung zuwiderläuft.

2. Die Einrichtungen des Strandbades einschließlich der Leihartikel sind pfleglich zu behandeln. Bei missbräuchlicher Benutzung oder Beschädigung haftet der Nutzer für den Schaden. Für schuldhafte Verunreinigung kann ein besonderes Reinigungsgeld erhoben werden, dessen Höhe im Einzelfall nach Aufwand festgelegt wird.

3. Der Aufenthalt in der Anlage ist nur im bekleideten Zustand erlaubt.

4. Das Rauchen ist nur außerhalb des Umkleide-, Sanitär-, Strand- und Badebereiches gestattet. Dies gilt auch für elektrische Zigaretten. Die gesamte Anlage ist von Zigarettenresten freizuhalten.

5. Zerbrechliche Behälter (z. B. Behälter aus Glas oder Porzellan) dürfen nicht mitgebracht werden.

6. Das Fotografieren und Filmen fremder Personen und Gruppen ohne deren Einwilligung ist nicht gestattet. Für gewerbliche Zwecke und für die Presse bedarf das Fotografieren und Filmen der vorherigen Genehmigung der Geschäfts-/Betriebsleitung.

7. Nutzern ist es nicht erlaubt, Musikinstrumente, Ton- oder Bildwiedergabegeräte und andere Medien sowie jegliche Arten von Bällen zu benutzen, wenn es dadurch zu Belästigungen der übrigen Nutzer kommt. Grundsätzlich verboten sind die Benutzung von SUP Boards sowie jegliche mit Hochdruck betriebenen Sport- und Spielgeräte auf der Wasserfläche.

8. Das Hineinstoßen oder –werfen von Personen in das Wasser ist untersagt. Die Benutzung von Augenschutzbrillen (Schwimmbrillen) erfolgt auf eigene Gefahr.

9. Das Füttern von Enten oder sonstigen Tieren ist aus Gründen des Gewässerschutzes verboten.

10. Jeder Nutzer hat sich auf die in einem Badebetrieb typischen Gefahren durch gesteigerte Vorsicht einzustellen. Die angebotenen Wasserattraktionen verlangen Umsicht und Rücksichtnahme auf die anderen Nutzer. Das Unterschwimmen der Badeinseln sowie das Springen von der Badeinsel sind untersagt.

11. Fundsachen sind dem Badpersonal zu übergeben und werden nach den gesetzlichen Bestimmungen behandelt.

12. Aufbewahrungsboxen stehen dem Nutzer nur während der Gültigkeit seiner Zutrittsberechtigung zur Benutzung zur Verfügung. Der Nutzer ist für das Verschließen der Aufbewahrungsbox und die Aufbewahrung des Schlüssels selbst verantwortlich. Auf die Benutzung besteht kein Anspruch. Nach Betriebsschluss werden alle noch verschlossenen Aufbewahrungsboxen geöffnet und ggfls. geräumt. Der Inhalt wird als Fundsache behandelt.

13. Bei Gewitter ist folgendes zu beachten:

  • Das Baden ist verboten.
  • Aufgesuchte Gebäude sollten erst dann wieder verlassen werden, wenn die Gewitterzellen weit genug entfernt sind. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn ca. 30 Minuten kein Donner zu hören ist.
  • Der Aufenthalt in einem Umkreis von 3 Metern um Gebäude mit einem Blitzableiter ist verboten.
  • Zu den Masten (Fahnenstange, Lautsprecheranlage etc.) ist ein Mindestabstand von 10 Metern einzuhalten.

14. Die Zufahrten für Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr sind freizuhalten. Die Benutzung und das Abstellung von Zweirädern innerhalb des Strandbades sind nicht gestattet.

§ 7 Haftung

1. Der Betreiber haftet grundsätzlich nicht für Schäden der Nutzer. Dies gilt nicht für eine Haftung wegen Verstoßes gegen eine wesentliche Vertragspflicht und für eine Haftung wegen Schäden des Nutzers aus einer Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie ebenfalls nicht für Schäden, die der Nutzer aufgrund einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Betreibers, dessen gesetzlichen Vertretern oder Erfüllungsgehilfen erleidet. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglichen und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf.

2. Als wesentliche Vertragspflicht des Betreibers zählen insbesondere, aber nicht ausschließlich, die Benutzung der Badeeinrichtung, soweit diese nicht aus zwingenden betrieblichen Gründen teilweise gesperrt ist, sowie die Teilnahme an den angebotenen, im Eintrittspreis beinhalteten Veranstaltungen. Die Haftungsbeschränkung nach Abs. 1 Satz 1 und 2 gilt auch für die auf den Einstellplätzen des Strandbades abgestellten Fahrzeuge.

3. Dem Nutzer wird ausdrücklich geraten, keine Wertgegenstände mit in das Strandbad zu nehmen. Von Seiten des Betreibers werden keinerlei Bewachungen und Sorgfaltspflichten für dennoch mitgebrachte Wertgegenstände übernommen. Für den Verlust von Wertsachen, Bargeld und Bekleidung haftet der Betreiber nur nach den gesetzlichen Regelungen. Dies gilt auch bei Beschädigung der Sachen durch Dritte.

4. Das Einbringen von Geld oder Wertgegenständen in einen durch den Betreiber zur Verfügung gestellten Aufbewahrungsboxen begründet keinerlei Pflichten des Betreibers in Bezug auf die eingebrachten Gegenstände. Insbesondere werden keine Verwahrpflichten begründet. Es liegt allein in der Verantwortung des Nutzers, bei der Benutzung einer Aufbewahrungsbox diese ordnungsgemäß zu verschließen, den sicheren Verschluss der jeweiligen Vorrichtung zu kontrollieren und die Schlüssel so aufzubewahren, dass ein Verlust vermieden wird. Insbesondere hat der Nutzer diesen am Körper, z. B. Armband, zu tragen, bei Wegen im Strandbad bei sich zu haben und nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Bei Nichteinhaltung dieser Vorgaben liegt bei einem Verlust ein schuldhaftes Verhalten des Nutzers vor. Der Nachweis des Einhaltens der vorgenannten ordnungsgemäßen Verwahrung obliegt im Streitfall dem Nutzer. Bei schuldhaftem Verlust des Schlüssels wird ein Pauschalbetrag in Rechnung gestellt, der den nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartenden Schaden nicht übersteigt. Der jeweilige Betrag ist in der gültigen Preisliste aufgeführt. Bei verloren gegangene Schlüssel einer Aufbewahrungsbox ist vor Aushändigung des Inhaltes das Eigentum an den Sachen nachzuweisen. Der Verlierer erhält den Betrag zurück, falls der Schlüssel gefunden wird.

Die Bade- und Benutzungsordnung gilt für den allgemeinen Badebetrieb. Bei Sonderveranstaltungen können Ausnahmen zugelassen werden, ohne dass es einer Aufhebung der Bade- und Benutzungsordnung bedarf.

Diese Bade- und Benutzungsordnung tritt am 01.05.2016 in Kraft

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